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Lemberg und Schokolade

Lemberg war schon immer und bleibt bis heute eine Stadt der Genießer. Und was noch könnte das Leben süßer machen als Schokolade?

Noch das mittelalterliche Lemberg war bekannt für seine Süßigkeiten, vor allem für seine Schokolade, die im 19.Jh. nach ganz Europa exportiert wurde. Mit der Schokolade verschenkte die Stadt auch ihre in Lemberg geborene Emotionen und Gefühle. Man kann sich heute nur vorstellen wie stolz die Lwiwer auf ihre Stadt waren, als die europäische Aristokratie, zum Beispiel in Paris, ihren Verliebten die Schokolade schenkte, die in den Lemberger Pâtisserien zur Welt kam. Und dieser Erfolg ist nicht von den heimlichen Technologien oder von besonderen Arten der Kakaobäume verursacht; unsere Lwiwer Feinbäcker füllten immer jede Praline, jede Schokoladenplatte mit der süßen Lemberger Seele. Die Meisterschaft Lwiwer Feinbäcker und das Angebot in Lemberger Pâtisserien haben keinen Vorzug den anderen europäischen Pâtisserien gegeben, manchmal waren sie auch besser.

Die erste Lemberger Konditorei wurde 1803 in einem der schönsten  Häuser auf dem Marktplatz (Nr.29) gegründet und ihr Eigentümer war ein schweizer Feinbäcker Dominik Andreolli. Diese Pâtisserie war so beliebt, dass der Durchgang zwischen Marktplatz und Theatraljna-Platz noch bis heute seinen Namen trägt. Die Pâtisserie von Andreolli existierte bis 80er Jahre des XIX. Jahrhunderts! 

Noch ein Schweizer, Leopold Rottländer gründete in Lemberg auch eine Konditorei, die etwa vier Jahrzehnte existierte. Sie befand sich damals auf dem Platz, wo seit 1893 das Grand-Hotel steht. Sein Schüler Zalewski hat später seine eigene Pâtisserie in der Akademiestraße eröffnet, an deren Schaufenster sich Science-Fiktion-Autor Stanislaw Lem erinnert: "Übrigens war das mehr eine Bühne, in Metallrahmen gefasst, auf der die Dekorationen mehrmals im Jahr ausgewechselt wurden; sie bildeten den Hintergrund für imposante Standbilder und allegorische Figuren aus Marzipan. Naturalisten großen Formats oder auch Rubens des Zuckerbeckerturms setzten da ihre Visionen in Wirklichkeit um, und insbesondere vor Weihnachten und Osten geschahen hinter den Scheiben verwunschene Wunder in Mandel- und Kakaomasse".

Später auf diesem Platz befand sich das Hauptladen von der bekanntesten ukrainischen Schokoladenmarke „Switotsch“ (Світоч).

Noch am Anfang des XX. Jh. hat man das galizische Lemberg dank seiner Fabrik „Switotsch“ als „Konditorei-Hauptstadt Europas“ genannt. Die besten und die feinsten Pralinen in der ganzen USSR hat man in Lwiw bei „Switotsch“ hergestellt, denn sie wurden nach heimlichen Rezepten mit naturgemäßen Zutaten und damaligen modernsten Technologien gemacht. Heute gehört die ukrainische Fabrik „Switotsch“ zum Handelsgesellschaft „NESTLE“.

Das moderne Lemberg ist stolz auf seine lange Konditorei-Geschichte. Heute finden Sie hier den „Lwiwer Schokoladenwerkstatt“direkt im Herzen der Stadt, wo die immer besten ukrainischen Pralinen handgemacht werden. „Lwiwer Schokoladenwerkstatt“ ist so beliebt geworden, dass man es sogar in vier weiteren ukrainischen Städten eröffnete: in Zhytomyr, Kyjiw, Iwano-Frankiwsk und Uschgorod.

Traditionell wird in Lemberg das „Schokoladenfest“ gefeiert. Im Rahmen dieses Festes haben die Gäste die Möglichkeit vertraut mit der Herstellung der Schokolade werden, die besten Arten der Schokolade genießen, die Kinder können an vielen interessanten Spielen zum Thema „Schokolade“ teilnehmen, es werden zahlreiche Ausstellungen der Schokoladenskulpturen geöffnet, besonders bezaubernd ist das Modell „Marktplatz in Lemberg“ mit echten Schokoladen-Springbrunnen.