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Rachiw - Rakhiv

Hier finden Sie die Reisen, die auch in Transkarpatien beginnen:

Rachiw - Tor in die Karpaten

Rachiw im äußersten Osten der Transkarpatien liegt am Fluss Theiß (Tyssa) nahe der Grenze zu Rumänien. Die Stadt ist das Zentrum des gleichnamigen Bezirks Rachiw und hat etwa 15.000 Einwohner (nach der Volkszählung 2004). Der Ort ist eingebettet in die grünen Bergrücken der Waldkarpaten. In der Nähe steigt der höchste Berg dieses Mittelgebirgszuges, die Howerla (2061m) auf . Rachiw ist auch Sitz der Verwaltung des Biosphärenreservates Karpaten, das die weltweit größten Rotbuchen-Urwaldareale umschließt.

Als die Region in der Zeit von 1885 bis 1887 Teil der k.-und-k.-Monarchie angehörte, wurden wegen des Baues der Bahnstrecke Sighetu Marmatiei-Iwano-Frankiwsk Vermessungsarbeiten durchgeführt. Im Verlauf dieser Arbeiten stellten die Ingenieure fest, den geographischen Mittelpunkt Europas eingemessen zu haben. Nach gründlicher Überprüfung bestätigten Wiener Wissenschaftler diese These. 1887 wurde ein 2 m hohes geodätisches Denkmal aus Beton errichtet, das im Original bis heute erhalten ist.

 

Erste Erwähnung fand Rachiw, das ursprünglich von Huzulen aus Galizien besiedelt war, im Jahr 1447 als Dorf innerhalb des Königreiches Ungarn. Ab etwa 1800 bis 1820 siedelten sich auf Einladung der ungarischen Regierung staatliche Holzarbeiter aus deutschsprachigen Siedlungsgebieten in der heutigen Slowakei nördlich der eigentlichen Stadt an. Da die meisten der Kolonisten aus der Zips stammten, nannten sie ihre Siedlung Zipserei.

Seit 1867 gehörte die Stadt zu Österreich-Ungarn. In den Nachkriegswirren des Ersten Weltkriegs schloss sich Rachiw zunächst der ungarischen Räterepublik an, wurde dann kurzzeitig von Rumänien besetzt und wurde dann, wie das restliche Transkarpatien, an die neugebildete Tschechoslowakei angegliedert. In dieser Zeit erlebte die bergige Region um Rachiw eine touristische Blütezeit, und der Ort wurde gelegentlich als „Huzulisches Paris“ bezeichnet.

Diese Phase endete, als Ungarn infolge de ersten Wiener Schiedsspruchs 1938 zunächst die südwestlichen Teile Transkarpatiens und im Slowakisch-Ungarischen Krieg 1939 den übrigen Teil der Region annektierte. Im Rahmen ihres Vormarsches nach Westen nahm 1944 die Rote Armee die Region ein, und 1945 wurde ganz Transkarpatien Teil der Ukrainischen Sowjetrepublik. Seit 1991 ist Rachiw Rajonzentrum in der unabhängigen Ukraine.

Die Stadt Rachiw ist als "Tor in die Karpaten" bekannt. In der Nähe befindet sich das Wintersportgebiet Drahobrat, der höchste Skierholungsort der Ukraine, der im Sommer  Ausgangspunkt für unzählige wunderschöne Wanderwege in die Karpaten ist.

Jährlich findet in Rachiw einerderbedeutendsten und ungewöhnlichstenFestspieleTranskarpatiens DerhuzulischeSchafkäse statt.  Das Programm des Festes bietet den Gästen unvergessliche Eindrücke durch die Begegnung mit einem der farbenprächtigsten Regionen der Westukraine Huzulschtschyna. Im Rahmen des Festes können die Gäste sowohl den bekannten Schafkäse „Brynza“ kosten, als auch die ukrainische Nationalküche genießen. Das bunte Programm des Festivals bietet verschiedenste musikalische Veranstaltungen, die die Gäste mit den ukrainischen ethnischen Melodien bekannt machen, und stellt echte Traditionen der huzulischen Hirten dar, ihre Lebensweise, Leistungen und Gewerbe, ihre Kultur und Gastfreundlichkeit.