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Mukatschewe - Mukachevo - Munkács

Hier finden Sie die Reisen, die auch in Transkarpatien beginnen:

Mukatschewe - Knotenpunkt zwischen der Europäischen Union und Osteuropa (oder größte Basar der Provinz Transkarpatien.

Mukatschewe ist eine Stadt in Transkarpatien und  Sitz des Verwaltungszentrum für den Bezirk Mukatschewe. Desweiteren ist Mukatschwe als Weinbaugebiet berühmt und liegt am Fluss Latoryzja, 250 km südwestlich von Lemberg. Die Stadt befindet sich nahe der Grenze zu Polen (200 km), der Slowakei (90 km), Ungarn (40 km) und Rumänien (110 km).

Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Burg Palanok welche im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Die Einwohnerzahl der Stadt beträgt 77.300 Menschen (nach der Volkszählung 2004). Das Besondere der Stadt Mukatschewe ist jeher ihr multinationaler Charakter, und auch heute leben hier Ukrainer, Russen, Juden, Deutsche, Roma und Magyaren zusammen, die auch verschiedenen religiösen Konfessionen angehören.

Im Rahmen des Königreichs Ungarn gehörte die Stadt zum Komitat Bereg. Die Burg von Mukatschewe (heute Burg Palanok), wurde wie die meisten Burgen in dieser Gegend, im 13. Jahrhundert nach dem Mongolen-Einfall vom ungarische König Bela IV. erbaut,  um die östlichen Grenzen Ungarns zu schützen.

1445 wurde die Stadt zu einer königlichen Freistadt erklärt. Die berühmtesten Inhaber der Burg waren die Familie Rákóczi. Nach dem Ende des von Ferenz II. Rakoczi angeführten ungarischen Aufstands gegen die Habsburger verloren die Rákóczis die Burg. 1726 übertrugen dann die Habsburger die Burg samt der Stadt und Umgebung an die österreichische Familie Schönborn, die auch viele Deutsche in Mukatschewe ansiedelte. In dieser Zeit expandierte die Stadt flächenmäßig und wirtschaftlich.

Seit dem Ende des 18.Jahrhunderts bis 1897 wurde die Burg als Kaserne und Gefängnis benutzt. 1919 kam die Stadt zur neu gegründeten Tschechoslowakei und trug nun den Namen Mukačevo. Bis 1944 gab es einen hohen jüdischen Bevölkerungsanteil. Nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht im März 1944 wurde bis im Juli die ganze jüdische Bevölkerung nach Auschwitz deportiert, wo über 80 % ermordet wurden. Am 26. Oktober 1944 wurde die Stadt von der Roten Armee im Zuge der Ostkarpatischen Operation erobert. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges kam die Stadt zur Sowjetunion, als die Karpathenukraine der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik zugeschlagen wurde. Jetzt ist Mukatschewe ein Teil der unabhängigen Ukraine.

Die Stadt ist ein Knotenpunkt zwischen der EU und Osteuropa. Mukatschewe ist ein Standort von Fabriken, die Bier, Wein, Tabak, Textil, Möbel und Lebensmitteln produzieren. Sehenswert ist der Basar im Stadtzentrum, der heutzutage der größte Basar der Provinz Transkarpatien ist. Es gibt ein buntes Angebot an Allerlei.

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Mukatschewe gehören Burg Palanok, das Rathaus und unvergesslich sind der Besuch in der Altstadt und des Rákóczi-Palast, auch „Weißes Haus“ genannt.