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Allgemeine Infos über die Region

Transkarpatien liegt im äußersten Westen der Ukraine. Im Norden grenzt diese Region an Lwiwer Gebiet, im Osten an Iwano-Frankiwsjkyj Gebiet, im Süden an Rumänien, im Südwesten an Ungarn und im Westen an die Slowakei. Die Fläche des Gebiets beträgt 12.800 km2. Das Gebiet ist verwaltungsmäßig in 13 Bezirke aufgeteilt. Die größten und bedeutendsten Städte der Region sind Uzhhorod, Mukatschewo, Beregove und Chust. Weitere sehenswerte Städte sind Swaljawa, Irschawa, Tjatschiw, Winogradowo, Rachiv und Tschop. Aus naturgeographischer Sicht wird das Gebiet in zwei landschaftliche Regionen unterteilt: die Karpaten und das Flachland Transkarpatische Ebene, die 20% des gesamten Territoriums einnimmt. Den Rest, fast 80% des Territoriums nehmen die ukrainischen Karpaten ein, die vom Südwesten nach Südosten zwei Bergrücken bilden, und zwar Wododiljnyj und Polonynsjkyj; vier Bergmassive Gorgany, Swidowez, Tschornohora, Rachiwsjkyj und die Vulkanischen Karpaten. Zu dem Gebirgskamm Tschornohora gehört der höchste Berg der Ukrainischen Karpaten Howerla (2061m). Die höchsten Gipfel des Bergmassivs Tschornohora neben dem Howerla sind Brebeneskul (2032m), Pip Iwan (2028m), Petros (2020m), Gutin-Tomnatik (2016m) und Rebra (2001). Der längste Fluss der Region ist Tysa (der linke Nebenfluss von Donau), er beträgt 240 km. Die größten Nebenflüsse von Tysa sind Borschawa, Rika, Tereblja und Tereswa. Transkarpatien ist reich an Seen, die Region zählt ingesamt 137 Seen, der berühmte und größte See davon ist Synewir. Auf dem Territorium der Region befindet sich neben der Stadt Rachiv das geographische Zentrum Europas.

Die Region Transkarpatien ist auch reich an Bodenschätzen, vor allem sind das die Böden beim Dorf Solotwyno, die die reichsten Steinsalzvorkommen in Europa enthalten. In den Tiefen zwischen den Flüssen Usch und Tereblja liegen Braunkohlenschichten. Bei Solotwyno und Swaljawa wurde auch Erdgas nachgewiesen. Das Gebiet Transkarpatien ist auch durch den bunten Marmor bekannt. Es gibt hier eine hohe Anzahl von Mineralquellen (360), die als Trink- oder Heilwasser zur Behandlung verschiedener Krankheiten ihre Anwendung finden. Es gibt in diesem Gebiet mehrere Kurorten und Sanatorien, wie z.B. „Berehove“, „Kwasy“, „Poljana“ und „Schajan“. Das Klima ist nicht so kalt, als allgmein angenommen. Im Durchschnitt ist das Klima in Transkarpatien viel wärmer, als in den anderen Regionen der Ukraine. Die Wärmeperiode dauert von Ende Februar bis Anfang November in den Tälern, von Ende April bis Ende Oktober in höher gelegten Gebieten. Die Durchschnittstemperatur schwankt zwischen +18 Grad im Sommer und -5 Grad im Winter, in der Gebirgszone wird es allerdings empfindlich kühler (von +12 Grad im Sommer bis -8 Grad im Winter). Hochwasser und Überschwemmungen, die von Schneeschmelze und Regenfälle verursacht werden, kommen in der Region vor. Die Gipfel der Karpaten sind 5 Monate im Jahr mit Schnee bedeckt. In den Wintermonaten bieten fast alle Orte in den Karpaten ein reiches Angebot an Wintersportarten an, besonders beliebt ist hier Skilaufen. Es gibt hier zahlreiche Skigebiete, wie Dragobrat, Jasinja, Wolowetsj u.a. In den Sommermonaten ist es möglich die Karpaten auf auf verschiedenste Weise kennenzulernen: mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Pferd oder sogar eine Raftingtour können sie unternehmen. Transkarpatien verfügt über eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.


Der größte Teil der Karpaten ist mit Wald bedeckt (Buche, Eiche, Fichte, Erle, Esche usw.). Unter den typischen Tieren sind Braunbär, Wolf, Fuchs, Wildkatze, Edelhirsch, Reh, u.a. zu nennen. Das Karpaten-Biosphärenreservat gehört zum Naturschutzfond der Ukraine, es wurde 1968 gegründet. Seit 1992 gehört es zum Netz der Unesco-Biosphärenreservate. Das Reservat umfasst sechs getrennte Massive und botanische Reservate von staatlicher Bedeutung: Tschorna Hora und Juliwsjka Hora. In diesem Reservat ist praktisch die ganze landschaftliche und biologische Vielfalt vertreten. Es gibt auch zwei Nationalparken, und zwar „Synewir“ und „Uschanskyj“. In Transkarpatien lebten seit jeher verschiedene Ethnien nebeneinander. Bevölkerungszahl der Transkarpatien beträgt 1,254 Mio. Menschen (nach Angaben der letzten Volkszählung 2001). Die Mehrheit der Bevölkerung ist von der nationalen Angehörigkeit ukrainisch; was nationale Minderheiten anbetrifft, so sind Ungarn, Russen, Rumänier, Deutsche, Slowaken, Juden und Roma zu unterscheiden, insgesamt gibt es über 30 Nationalitäten. Unter der ukrainischen Bevölkerung gibt es verschiedene Subethnien. Im Westen Transkarpatiens leben Dolynjany, im Osten leben die Huzulen, weiter sind die Bojken und Lemken zu nennen. Interessant, dass die altertümlichen und heidnischen Vorstellungen und Weltanschauung der Kultur der Huzulen zugrunde liegen. Dies betrifft vor allem Sitten und Bräuche der heutigen Huzulen. Im Unterschied zur Gebirgszone sind die fruchtigen Täler im Süden Transkarpatiens vorwiegend von verschiedenen nicht ukrainischen Nationalitäten bewohnt. Die zahlreichsten unter ihnen sind Ungarn. Tausend Jahre lang regierten die ungarischen Könige über Transkarpatien. Dank ihrer wichtigen geographischen Lage ist Transkarpatien eine ganz eigenartige Region der Ukraine mit ihren spezifischen Dialekten und Kultur, die zu verschiedenen Zeiten auch verschieden genannt wurde: „Ungarische Rusj“, „Karpatsjka Rusj“, „Pidkarpatsjka Rusj“, „Zakarpatsjka Ukrajina“, bis zur Mitte des 20. Jahrhundert war Transkarpatien ein Teil der Königsreich Ungarn, der Habsburgermonarchie, der Tschechoslowakei. Transkarpatien ist bekannt durch seine Schlösser, von denen die Zwingherren-Schlösser, die dem Zwecke der Aufsicht und Tributerhebung auf dem kontrollierten Territorium dienten, und Wacht-Schlösser, die die besetzten Territorien verteidigen und kontrollieren sollten. Unter den Denkmälern der Schloßarchitektur zeichnet sich das Lustschloss des Grafen Schönborn aus, welches romantisch geprägt ist und einen unvergesslichen Eindruck macht. Besonders interessant sind die Schlösser von Uzhhorod, Mukatschewo, Tschynadijewo sowie auch die Ruinen der Schlösser von Newyzke, Wynogradowo und Chust. Zu den Architekturdenkmälern gehören auch neben Schlösser und Palästen die Holzkirchen und Klöster. Auf dem Territorium Transkarpatiens sind 118 Holzkirchen erhalten geblieben, 48 davon sind unter Denkmalschutz gestellt, die sich besonders durch meisterhafte Schnitzereien auszeichnen; noch über 30 Klöster werden bewohnt und bewirtschaftet. Die transkarpatischen Holzkirchen sind heutzutage einer der Anziehungspunkte für Touristen, weil sie ein Stück der karpatischen Kultur bilden. Auch die Küche ist überraschend vielseitig, weil die kulinarischen Traditionen der unterschiedlichen europäischen Nationalitäten, wie ukrainischen, ungarischen, rumänischen, slowenischen und tschechischen, ihren Einfluss auf die transkarpatische Küche geltend machten. Beliebt sind hier Teigwaren, Fleisch und Fisch, es werden oft Gemüse verwendet. Eine Besonderheit ist aber, dass die Gerichte meistens ziemlich scharf sind, so wie es für die ungarische Küche typisch ist. Besonders ist Transkarpatien durch seine Weine bekannt, jährlich findet es auch ein berühmtes Weinfest in Berehovo, das tausende Touristen heranlockt.