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Saporischja

Saporižža (776.918 Einwohner) ist die Hauptstadt der Oblast Saporižžja im Süden der Ukraine. Die Stadt liegt am Dnipro, an dem Fluss, der in der Vergangenheit die entscheidende historische Rolle für die Stadt  gespielt hat. Die größte Insel des Flusses heißt Chortycja, die im Stadtgebiet von Saporižžja liegt.  Diese Insel, mit einer Fläche von etwa 2700 Hektar und einer Länge von rund 12 km, wird westlich von Alter Dnipro und östlich vom Hauptstrom des Flusses umflossen.

Saporižžja bleibt ein junges, aber wichtiges Zentrum der Schwerindustrie, Metallurgie, Aluminium- und chemischen Industrie.  Der Bau des Wasserkraftwerks „Dniproges“ am Dnipro war entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Stadt. Das größte Unternehmen der Stadt ist „Zaporižžsky Awtomobilebudiwny Zawod“ (Saporižžjaer Automobilbauwerk) mit seinem bekannten „Zaporožez“. 


  Während des Krieges stark zerstört, wurde Saporižžja im Stalinischen Barock wieder aufgebaut. Diese Stadt mit zahlreichen Parks und Grünanlagen, Grünalleen und Blumenbeeten, die sich an den langen Straßen ausbreiten, ist ein Mittelpunkt der sowjetischen Kultur mit Museen, Hochschulen, der Philharmonie, dem Zirkus und dem Theater. Der mit 11 Kilometern längste Lenin-Prospekt endet am größten Lenindenkmal der Ukraine. Es gibt hier ausreichend Cafés, Restaurants und Hotels, in denen man pausieren und die Freizeit verbringen kann. 

Die Insel Chortyzja ist ein beliebter Erholungsort der Touristen und der Einwohner. Die Insel Chortycja ist ein nationales Eigentum der Ukraine, zuvor waren die Kosaken die Herren der Gegend. Sie bauten die Saporižska Sitsch, eine Festung mit demokratischen Regeln und führten ihr autonomes und kriegerisches Leben. Von ihrer Inselfestung aus unternahmen sie Beutezüge bis zum Schwarzen Meer. Sie boten polnischen Königen, russischen Zaren und osmanischen Sultanen die Stirn und waren auf die Unabhängigkeit der Ukraine bedacht. Heute befindet sich auf der Insel ein schönes Erlebnisrestaurant mit folkloristischem Kosakeninterieur und ukrainischer Küche. Im Norden der Insel liegt das Museum der Geschichte des Saporoger Kosakentums. Nicht weit davon befindet sich auch ein Nachbau des Kosakenlagers mit Türmen und Palisaden, ursprünglich für eine Filmproduktion gebaut. Berühmt ist auch das Theater der Kosakenreiterei (das Pferde- und Reittheater) im Süden der Insel, wo Artisten in kosakischer Tracht ihre Kunststücke auf und unter Pferden temperamentvoll präsentieren.