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Lemberger Architektur

Lwiwer Architekturdenkmäler, der eigenartige Schmuck der Stadt – sind von großer Bedeutung nicht nur für die ukrainische, sondern auch für die Weltkunst. Das ist eine Verflechtung des Kulturerbens von Osten, Westen und ukrainischen Volkskunstkultur. Die Eigenartigkeit der Stadt harmoniert mit der kulturellen Vielfalt der Traditionen, mit dem architektonischen Reichtum an Stilrichtungen verschiedener Epochen vom 13. bis 20. Jh: Renaissance, Romantik, Gotik, Barock, Rokoko, Empire, Klassizismus, Konstruktivismus und Sezession.

Durch die Altertümlichkeit gewinnt das moderne Lwiw seine Pracht. Neben den alten Gebäuden aus den Zeiten der Kyjiwer Rus (St. Nikolaus Kirche und Johannes-der-Täufer-Kirche) befinden sich sowohl Meisterwerke der Renaissance-Architektur: die Mariä-Entschlafens-Kirche mit der Kornjakt-Turm und architektonische Ensemble des Marktplatzes, als auch gotische Bogen der Lateinischen Kathedrale, reizvolles Barock der St. Georg Kathedrale und das weltbekannte Gebäude des XIX. Jh. – Lwiwer Opernhaus.

Lemberg ist eine der reichsten Städte der Ukraine an Zahl und Bedeutung der historischen, architektonischen und kulturellen Denkmälern, hier befindet sich die Hälfte aller Sehenswürdigkeiten der Ukraine: die Stadt selbst verfügt über 2000 davon. Am 2. Dezember 1998 wurde die Lwiwer Altstadt in die Liste des Weltkulturerbens UNESCO eingetragen.

1527 wurde die Stadt durch den Brand fast völlig zerstört, es geling aber den Bürgern Lemberg in einer ziemlich kurzer Zeit wiederaufzubauen. So sind nur einige gotische Architekturdenkmäler bis heute erhalten geblieben: Johannes-der-Täufer-Kirche, Maria-Snizna-Kirche, Lateinische Kathedrale und einzige Fragmente in den Gebäuden auf dem Marktplatz.

Ab der Mitte des 16.Jh. verbreiten sich die Renaissance-Tendenzen. Dazu gehören vor allem die Mariä-Entschlafens-Kirche mit dem Kornjakt-Turm und Kapelle der Drei Heiligen. Die Lemberger Renaissance-Architektur wird auch von Kampian-Kapelle und Boim-Kapelle ergänzt. Der Bernardinnerkloster ist ein Renaissance-Beispiel der 17. Jh.

Seit 30er Jahren des 17. Jh. und bis zur zweiten Hälfte des 18.Jh. werden die Barock-Formen in der Lwiwer Architektur besonders benutzt. Die erste Baut im Stil des Barocks ist die Jesuiten-Kathedrale (1610-1630). Ein krasses Beispiel des frühen Lwiwer Barocks des 17. Jh. ist die St. Magdalena-Kathedrale, in der sich heute Saal der Orgelmusik befindet.

Zu den bedeutendsten Architekturdenkmälern des Spätbarocks des 18.Jh. gehören die St. Georg Kathedrale und die Dominikaner Kathedrale, die über besondere Pracht und Majestät verfügen. Diese zwei Meisterwerke symbolisieren den Höhepunkt der Lwiwer Architektur.

Seit 80er Jahre des 18.Jh. und fast bis zur Hälfte des 19.Jh. entwickelt sich die Lwiwer Architektur in der klassizistischen Strömung. Ein typisches Beispiel für Lwiwer Klassizismus ist Haus Nr. 4 in Krakiwska Str. Später als Fortsetzung des Klassizismus in Lemberg kam Empire. Krasse Beispiele für Empire in der Stadt sind Häuser in Krakiwska Str., Wirmenska Str. und Theatralna Str. (vor allem die Häuser Nr. 21 und 23 in Wirmenska Str. mit Darstellungen der Sternzeichen und Jahreszeiten).

Schon am Ende der zweiten Hälfte des XIX. Jh. transformiert sich der Klassizismus in den Eklektizismus. Diese Stilrichtung herrschte in Lwiw bis Ende des XIX. Jh. und hat wesentliche Spuren in Architektur der Stadt hinterlassen. Die besten Denkmäler dieses Stils sind die Hauptgebäude der Lwiwer polytechnischen Universität, der Nationalen Iwan Franko Universität und des Lwiwer Opernhauses.

Architektur des XX. Jh. ist durch zwei Hauptstilrichtungen gekennzeichnet: Moderne und Konstruktivismus. Lemberger Konstruktivismus hat eine Schattierung der Wiener Sezession. Ein Beispiel dafür ist die Lwiwer Philharmonie.

Lwiwer historisch-architektonische Denkmäler sind einzigartige Meisterwerke in der Architektur der Stadt. Seit jeher wurde in Lemberg die Baukunst hoch geschätzt und heute kann man über eigene Lwiwer Architekturstilmerkmale reden.