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Kaffee in Lemberg

Es gibt Dinge, dass ihre Loyalität zu behalten verdienen, zum Beispiel Kaffee.....

(  John Galsworthy  )

Kaffee ist bei uns so alltäglich, dass man sich kaum die Frage nach der Geschichte und Herkunft des exotischen Getränks und seiner wechselhaften Bedeutung im Wandel der Zeiten stellt.

Die Wiener Kaffeehauskultur ist Weltberühmt. In Wien startete der Kaffee seinen Siegeszug durch Europa. Aber wissen  Sie auch, wer den Kaffee nach Wien brachte? Es war der Lemberger Juri Kolschitzky. Der in Galizien geborene Kolschitzky kam im Alter von 16 Jahren nach Wien. Er sprach Türkisch und Rumänisch.

Als die Truppen von Kara Mustafa im Jahr 1683 die Wienerstadt belagerten, schlug seine große Stunde als Kundschafter: Kolschitzky wagte sich mit seinem serbischen Diener, als Türke verkleidet, durch die Linien der Belagerer und kehrte mit der Meldung zurück, dass sich das Entsatzheer bald in Marsch setzen werde. Daraufhin wurde er in den Rang eines kaiserlichen Dolmetschers erhoben, erhielt eine ständige Besoldung und bekam ein Hofquartier zugeteilt. Die Legende besagt, dass die Wiener während der Befreiung  einige Säcke mit seltsamen Bohnen fanden, die sie zunächst für Kamelfutter hielten und verbrennen wollten. König Jan III Sobieski soll diese seinem Offizier und Dolmetscher namens Kolschitzky übergeben haben. Dieser hätte die Säcke an sich genommen und das erste Kaffeehaus gegründet.

Kaffee in Lemberg

Kaffee – ist ein Teil vom Lemberg geworden. Es ist  unmöglich, die alten Straßen ohne verlockenden herben Kaffeeduft, dass durch die kleinen Fenster von gemütlichen Kaffees  fließt, vorzustellen. Es durchdringt die ganze Stadt mit das geheimnisvolle Mysterium der Kaffee.

Im Sommer trinken alle dieses wunderbares Getränk im Freien, in zahlreichen  Höfen, im Winter - in der gemütlichen, warmen Kneippen. Dort kann man alle letze Nachrichten hören.

Die Geschichte des Kaffees in Lwiw begann am Ende  des 18. Jahrhunderts, als die Österreicher nach Lemberg kamen. Sie haben die ersten Kaffees in Lemberg geöffnet, wo wohlhabende Stadtbewohner herrlichen schwarzen Kaffee genossen haben. Die Eigentümer von Kaffeehäuser haben für die Gäste am Abend Konzerte und  Tänze organisiert, hier können alle den neuesten Klatsch  hören. In der Stadt befinden sich mehr Kaffeehäuser als in jeder anderen Stadt, was Lemberg seinen Ruf als Kaffeehauptstadt der Ukraine eingebracht hat. Eine Besonderheit der Lemberger Kaffeehäuser liegt darin, dass dort nichts außer Kaffee und den dazu gehörenden Leckereien angeboten wird, damit der Kaffee sein reines Aroma frei von störenden Einflüssen entfalten kann.

Lwiwer Tasse Kaffee ist nicht nur ein gewöhnliches schwarzes Getränk, sondern auch Geist der alten Stadt, ihre Seele und Stolz, ihre Geschichte und eine alte Tradition, die immer wieder lebendig mit jedem Atemzug des Kaffeeduftes wird.