reisewelt ukraine
Zamarstyniwska Str, 83A,
79019 Lwiw Ukraine
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Lemberg – Lwiw – Leopolis – Lwów – Lwow

Hier finden Sie die Reisen nach Lwiw / Lemberg:
REISEWELT UKRAINE bietet die Reisen nach Lemberg/Lwiw die Kulturhauptstadt der Ukraine an. Verbringen Sie 2 oder 3 Tage in Lwiw und es gibt auch Möglichkeit einige Ausflüge in die Umgebung zu machen

  • Anreise Lemberg

    Anreisemöglichkeiten Lwiw:

      Bahn

    Es gibt einen täglichen Nachtzug mit Schlafwagen von/nach Budapest (15 Stunden), von/nach Bratislava (19,5 h) und von/nach Krakau (6,5 Stunden).

    Der Zug, der von Wien Westbahnhof um 22.08 Uhr abfährt, hat von Montag bis Donnerstag einen Schlafwagen, der um 0.02 Uhr des übernächsten Tages in Lemberg ankommt.

    Von Wien aus gibt es eine deutlich schnellere Möglichkeit, nach Lemberg zu fahren, nämlich mit dem Umstieg in Katowice. Abfahrt in Wien Meidling mit dem Eurocity Polonia ist um 13.33 h, Ankunft in Katowice um 18.52 h, Abfahrt dort mit dem Lwów - express um 19.15 h, Ankunft im Lemberg am nächsten Tag um 6.03 h (gesamt 15,5 h).

    Für eine Online-Abfrage bei der [DB] ist der russische Name Lvov oder der deutsche Name Lemberg zu benutzen, auf der Seite der [ÖBB] ebenfalls.


      Flug

    Der Lviv International Airport liegt nur einige Kilometer vom Stadtzentrum von Lwiw/Lemnberg entfernt. Der neue Flughafen wurde im Zeitraum 2009 bis 2011 speziell für Euro-2012  modernisiert und erweitert


        Aktuelle Flugverbindungen ab/bis Lwiw (LWO):

    • Wien, 
    • Istanbul, 
    • München, 
    • Warschau, 
    • Baku, 
    • Tel Aviv, 
    • Bologna, 
    • Rom, 
    • Madrid, 
    • Kiew
    • Iwano Frankiwsk, 
    • Dnipro




  • Österreichisches Lemberg

     

    1772 fiel die Stadt mit der ersten polnischen Teilung an Österreich. Lemberg wurde Hauptstadt des Königreichs Galizien und Lodomerien und viertgrößte Stadt im damaligen Österreich. Anfangs wollte Kaiser Joseph II., wie in seinem gesamten Herrschaftsbereich, die deutsche Sprache als Verwaltungssprache durchsetzen. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts fungierten vor allem Polen als Beamte der k.k. Regierung in Wien. Das in Wien herausgegebene Reichsgesetzblatt wurde seit 1867 auch in polnischer und seit 1870 auch in ruthenischer Sprache angeboten. Die Galizier besaßen nun die einheitliche österreichische Staatsbürgerschaft und waren mit polnischen und nach der Erweiterung des Wahlrechts auch ruthenischen Abgeordneten im Reichsrat in Wien vertreten.

    Lemberg war Sitz des k.k. Statthalters (des Vertreters des Kaisers und seiner Regierung), des Sejms (Landesparlament), dreier Erzbischöfe (römisch-katholisch, griechisch-katholisch, armenisch-katholisch) und eines Oberrabbiners. In Lemberg befanden sich Konsulate von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und Dänemark. Die galizische Landeshauptstadt verfügte über eine Universität und ein Polytechnikum, beide mit polnischer Unterrichtssprache, vier polnische, ein deutsches und ein ruthenisches Gymnasium.

    1900 waren etwa die Hälfte der Einwohner Polen, ein Viertel Juden und 30.000 Ruthenen, d.h. die damalige Bezeichnung für Ukrainer. Diese wurden allerdings von der polnischen Mehrheitsbevölkerung diskriminiert. 1908 töteten drei polnische k.k. Gendarmen einen ruthenischen Bauern, worauf der ukrainische Philosophiestudent Miroslaw Siczynski den Statthalter Graf Andrzej Potocki erschoss. Dies führte zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen polnischen und ruthenischen Studenten.

  • Lemberg und Galiziendeutsche

    Maria Theresia hat gleich nach der ersten Teilung Polens – etwa um 1774 – in Lemberg die ersten Handwerker aus dem (alten) Deutschen Reich ansiedeln lassen. Nach dem Tode der Kaiserin im Jahre 1780 begann unter Kaiser Joseph II. die eigentliche, nach ihm benannte Kolonisation des Landes.

    Mit dem Ansiedlungspatent von 1781 wurden die Bedingungen für die Ansiedlung von Bauern und Handwerkern aus dem Deutschen Reich festgelegt. Das betraf vor allem die Zuteilung des Bodens und die Gewährung einer mehrjährigen Steuerfreiheit.

    Das Toleranzpatent Josephs II. von 1781 ermöglichte erstmals die Ansiedlung von Andersgläubigen im katholischen Österreich. Daraus erklärt sich der hohe Anteil der evangelischen Christen unter den Ansiedlern in Galizien. Somit sind auch viele von protestantischen Flüchtlingen abstammende Menschen nach Etablierung des Edikt von Fontainebleau aus dem Pfälzischen und Badischen Raum nach Galizien gezogen.

    Im Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag von 1939 war die Umsiedlung der Deutschen aus den von der Sowjetunion beanspruchten Gebieten geregelt. Die Galiziendeutschen wurden 1940 zu einem kleinen Teil in das Deutsche Reich umgesiedelt und zu einem großen Teil in das Gebiet um Łódź in Besitz umgesiedelt, aus dem die polnischen Vorbesitzer zuvor vertrieben worden waren. Niemand wurde zum Umsiedeln gezwungen. Mit der Flucht 1945 wurden die Umsiedler dann über ganz Deutschland verstreut.

  • Lwiw - Stadt der Löwen

    Wir öffnen Ihnen die Tore der Stadt. Und an der Toren  liegen zwei Löwen. Diese zwei Löwen, die schlafen am Tag, erzählen Ihnen die Geschichte der Stadt.

    Der König von Galizien und Lodomerien Danylo ist Vater der Stadt. Er gründete Lemberg im Jahre 1256 und gab der Stadt den Namen seines Sohnes Lew. Von dieser Zeit gilt der Tierkönig der Löwe, also Lew auf Ukrainisch, als ein echtes Symbol der Stadt.

    Löwe ist Symbol der Stadt und ein Teil der gegenwärtigen (als auch der historischen) Wappen der Stadt

       

    Großes Wappen                                                                       Kleines Wappen

    Es gibt in Lemberg insgesamt  mehr als 4000 Löwen – Reliefe auf den Gebäuden und als Einzelskulpturen. Ca. 3 Jahre brauchten die Enthusiasten um alle Löwen zu zählen.

  • Lemberg - ist Vielvölkerstadt

    Historisch gesehen wurde Lemberg als eine Stadt mit der Mehrheit der russinischen Bevölkerung gegründet. Doch schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts, nach dem, als Lemberg zur Hauptstadt des Fürstentums Halytsch-Wolhynien wurde, erscheinen auch andere nationale Minderheiten, nämlich armenische und deutsche. Nach dem Eintritt Lembergs zum Königreich Polen, besaßen die Polen und die Deutschen die Mehrheit der Bevölkerung, später aber haben sie assimiliert. Damals wurden das armenische und jüdische Viertel gebildet, die eine teilweise Selbstverwaltung hatten. In der Zeit der österreichischen Herrschaft blieb die ethnische Situation ähnlich. 1900 waren etwa die Hälfte der Einwohner Polen, ein Viertel Juden und 30.000 Ruthenen, d.h. die damalige Bezeichnung für die Ukrainer. In der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts waren Polen die meiste Bevölkerung, etwa ein Drittel - Juden, über ein Zehnten - Ukrainer. Nach dem Holocaust und nach der Aktion Weichsel sind in Lwiw praktisch keine Juden und Polen mehr geblieben. Als die Sowjetregierung an die Macht kam, stieg der Anteil der Russen wesentlich. Mit der Industrialisierung bereicherte sich die Bevölkerung der Stadt mit den Ukrainern, die aus verschiedenen Gebieten kamen.

    Heute leben in der Stadt fast ausschließlich die Ukrainer, aber auch Russen, Weißrussen und Polen.

    Armenier

     

    In Lemberg  sind die Armenier in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erschienen. Sie litten unter Mongolen-Tataren und deswegen sollten sie flüchten. Das Fürstentum Halytsch-Wolhynien gab ihnen Schutz, Unterkunft und Arbeit. Sie haben auch Vieles mitgebracht. In der Zeit belegten einen bedeutsamen Platz der Handel mit dem Osten – die Türkei, der Iran, Ägypten. Dieser Handel stand völlig den Armeniern zur Verfügung. Sie haben nicht bloß verkauft, sondern waren auch Handel-Dolmetscher, mit Hilfe von denen Kontakte zwischen ausländischen Kaufleuten in Lemberg zustande kamen. Heutzutage bleibt Vieles in der Stadt, was an die frühere armenische Bevölkerung erinnert: prächtige Armenische Kathedrale, mehrere armenische Häuser, Armenische Straße im Zentrum der Stadt.

    Deutschsprachige Bevölkerung

     

    1772 fiel die Stadt mit der ersten polnischen Teilung an Österreich. Lemberg wurde Hauptstadt des Königreichs Galizien und Lodomerien und viertgrößte Stadt im damaligen Österreich. Anfangs wollte Kaiser Joseph II., wie in seinem gesamten Herrschaftsbereich, die deutsche Sprache als Verwaltungssprache durchsetzen. Das hat ihm eigentlich gelungen. Am 17. September 1781 erließ Josef II., nunmehr Kaiser von Österreich, das Ansiedlungspatent. Es erlaubte den auswärtigen auch die Ansiedlung auf dem Lande und wurde ergänzt durch das Toleranzpatent, in dem den Protestanten die religiöse Duldung ausgesprochen wurde. In den folgenden Jahren wanderten daraufhin tausende, meist aus der Pfalz stammende, Familien nach Galizien ein und siedelten sich hier meist in neu gegründeten Ortschaften als deutsche Gemeinschaften oder in den Städten als Handwerker an.

    Polen

    1356 erhielt die Stadt vom polnischen König Kasimir dem Großen die Magdeburger Stadtrechte, deutsche Bürger, Juden sowie auch Christen, siedelten sich an. Im selben Jahr erhielten die Armenier Privilegien von Kasimir III. Die Amtssprache war nun fast 200 Jahre lang Deutsch. Dann  kam die Stadt wieder unter die Krone Polens. Von 1375 bis 1772 war Lemberg Hauptstadt der polnischen Wojewodschaft Ruthenia, einer administrativen Einheit der Adelsrepublik Polen-Litauen. Nach der 3.Teilung Polens (1795) wurde "Westgalizien", 1846 die Republik Krakau/Kraków an das Königreich angeschlossen. Ab 1868 bestand weitgehende Selbstverwaltung mit polnischer Unterrichts- und Amtssprache, polnischem Statthalter und Minister für Galizien in Wien sowie regem geistigem Leben (polnische Universitäten in Lemberg und Krakau). Die galizische Landeshauptstadt verfügte über eine Universität und ein Polytechnikum, beide mit polnischer Unterrichtssprache, vier polnische, ein deutsches und ein ruthenisches Gymnasium.

    Juden

     

    Juden siedelten in Lemberg, kurz nach der Gründung der Stadt um etwa 1256 und sind seit langem eine große und einflussreiche nationale Gemeinschaft, die viele berühmte Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kultur hervorgebracht hat. Sie wanderten aus dem südöstlichen Europa und Byzanz. Der Umzug in die Stadt der aschkenasischen Juden, insbesondere aus Deutschland, hat den osteuropäischen Charakter der städtischen Gemeinschaft geprägt. Bis zum 18. Jahrhundert gab es in Lemberg zwei verschiedene jüdische Gemeinden, eine im jüdischen Viertel von Lemberg und andere im Vorort der Stadt. Diese Gemeinden haben unterschiedliche Synagogen besucht, bloß der Friedhof war gemeinsam.

    Am Vorabend des Holocaust waren etwa ein Drittel Juden (100 000). Bis zu den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten in Lemberg mehr als 30 000 Juden. Moderne jüdische Gemeinde von Lemberg hat sich durch Abwanderung und Assimilation verringert, und beträgt ca. 2000 Mitarbeiter. In der Stadt befinden sich jüdische Organisationen und Gemeinden der Gläubigen.

    Griechen

    Die Griechen kamen nach Lemberg ziemlich spät, sie hatten starke Konkurrenten - Italiener, Armenier und Juden, die für Griechen Eingang zum polnischen Markt beschränkten. Von Mitte des 15. Jahrhunderts bis Anfang des 16. Jahrhunderts in Finanzbüchern der Stadt waren ca. 700 der griechischen Käufer fixiert.

    Über die Umsätze und Bedeutung der griechischen Einfuhr am besten zeugen die Finanzberichte des Zollamtes. 1544 die konsulatische Residenz von Polen in Konstantinopel berichtete, dass von Insel Kreta durch Moldawien nach Lwiw 130 Kufen (1 Kufa  - Fass ca. 40 Eimer  - von 400 bis 800 Liter) von Muskateli und griechischen Malvasia importiert wurde.

    Die Griechen kamen nach Lemberg aus Chios und Candia. Noch früher als von Chios entstanden in Lemberg die Griechen aus Kreta. Und genau aus Kreta stammt der berühmte Constantine Corniaktos – griechischer Käufer, Patrizier und Mäzen von Lwiw.

    Im Jahre 1576 - nach 6 Jahren, als er nach Leopolis kam, geling ihm vom König das Recht für Zollsammeln in folgenden Ländern des Königreichs bekommen: Lodomerien, Land um Kyjiw, Podolien, Podlachien, Chelm Land und Galizien. 1571 ist er adelig geworden und besorgte für sich das Städtchen Kulikow (bei Lwiw) und Dutzende Dörfer. 1580 baute er einen Palast auf dem Marktplatz. Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde Corniaktos zum reichsten Bürger der Stadt.

    Und auch heute, wenn wir uns auf einen Spaziergang durch die Stadt Lemberg begeben, hören wir aus allen Seiten mehrere Sprachen: Polnisch, Russisch, Deutsch, Englisch. Sie verflechten sich mit dem ukrainischen Geist, und erlauben uns nicht historische interkulturelle Vergangenheit der Stadt Lemberg zu vergessen.

  • Lwiw – Kulturhauptstadt der Ukraine.

    2009 wurde Lemberg zur Kulturhauptstadt der Ukraine ernannt. Diesen Status wurde ihm auf Grundlage von fachmännischen Untersuchungen des Staatlichen Tourismus- und Kurortdienstes, sowie des "Rates für Tourismus- und Kurortfragen" verlohen.

    Einige Hintergründe dazu:

    • Über 100 Festivale im Lemberg pro Jahr
    • 60 Museen
    • Die Stadt ist Zentrum der Malerei-, Literatur-, Musik- und Theaterkunst
    • Eines der schönsten Opernhäusern in Europa
    • 100 Kirchen verschiedenster Glaubensrichtungen
    • Immer größere Interesse an Lemberg von Touristen

       

  • Kaffee in Lemberg

    Es gibt Dinge, dass ihre Loyalität zu behalten verdienen, zum Beispiel Kaffee.....
    (  John Galsworthy  )

       

    Kaffee ist bei uns so alltäglich, dass man sich kaum die Frage nach der Geschichte und Herkunft des exotischen Getränks und seiner wechselhaften Bedeutung im Wandel der Zeiten stellt.

    Die Wiener Kaffeehauskultur ist Weltberühmt. In Wien startete der Kaffee seinen Siegeszug durch Europa. Aber wissen  Sie auch, wer den Kaffee nach Wien brachte? Es war der Lemberger Juri Kolschitzky. Der in Galizien geborene Kolschitzky kam im Alter von 16 Jahren nach Wien. Er sprach Türkisch und Rumänisch.

    Als die Truppen von Kara Mustafa im Jahr 1683 die Wienerstadt belagerten, schlug seine große Stunde als Kundschafter: Kolschitzky wagte sich mit seinem serbischen Diener, als Türke verkleidet, durch die Linien der Belagerer und kehrte mit der Meldung zurück, dass sich das Entsatzheer bald in Marsch setzen werde. Daraufhin wurde er in den Rang eines kaiserlichen Dolmetschers erhoben, erhielt eine ständige Besoldung und bekam ein Hofquartier zugeteilt. Die Legende besagt, dass die Wiener während der Befreiung  einige Säcke mit seltsamen Bohnen fanden, die sie zunächst für Kamelfutter hielten und verbrennen wollten. König Jan III Sobieski soll diese seinem Offizier und Dolmetscher namens Kolschitzky übergeben haben. Dieser hätte die Säcke an sich genommen und das erste Kaffeehaus gegründet.

    Kaffee in Lemberg

    Kaffee – ist ein Teil vom Lemberg geworden. Es ist  unmöglich, die alten Straßen ohne verlockenden herben Kaffeeduft, dass durch die kleinen Fenster von gemütlichen Kaffees  fließt, vorzustellen. Es durchdringt die ganze Stadt mit das geheimnisvolle Mysterium der Kaffee.

    Im Sommer trinken alle dieses wunderbares Getränk im Freien, in zahlreichen  Höfen, im Winter - in der gemütlichen, warmen Kneippen. Dort kann man alle letze Nachrichten hören.

    Die Geschichte des Kaffees in Lwiw begann am Ende  des 18. Jahrhunderts, als die Österreicher nach Lemberg kamen. Sie haben die ersten Kaffees in Lemberg geöffnet, wo wohlhabende Stadtbewohner herrlichen schwarzen Kaffee genossen haben. Die Eigentümer von Kaffeehäuser haben für die Gäste am Abend Konzerte und  Tänze organisiert, hier können alle den neuesten Klatsch  hören. In der Stadt befinden sich mehr Kaffeehäuser als in jeder anderen Stadt, was Lemberg seinen Ruf als Kaffeehauptstadt der Ukraine eingebracht hat. Eine Besonderheit der Lemberger Kaffeehäuser liegt darin, dass dort nichts außer Kaffee und den dazu gehörenden Leckereien angeboten wird, damit der Kaffee sein reines Aroma frei von störenden Einflüssen entfalten kann.

    Lwiwer Tasse Kaffee ist nicht nur ein gewöhnliches schwarzes Getränk, sondern auch Geist der alten Stadt, ihre Seele und Stolz, ihre Geschichte und eine alte Tradition, die immer wieder lebendig mit jedem Atemzug des Kaffeeduftes wird.

  • Lemberg und Schokolade
    Lemberg war schon immer und bleibt bis heute eine Stadt der Genießer. Und was noch könnte das Leben süßer machen als Schokolade?

    Noch das mittelalterliche Lemberg war bekannt für seine Süßigkeiten, vor allem für seine Schokolade, die im 19.Jh. nach ganz Europa exportiert wurde. Mit der Schokolade verschenkte die Stadt auch ihre in Lemberg geborene Emotionen und Gefühle. Man kann sich heute nur vorstellen wie stolz die Lwiwer auf ihre Stadt waren, als die europäische Aristokratie, zum Beispiel in Paris, ihren Verliebten die Schokolade schenkte, die in den Lemberger Pâtisserien zur Welt kam. Und dieser Erfolg ist nicht von den heimlichen Technologien oder von besonderen Arten der Kakaobäume verursacht; unsere Lwiwer Feinbäcker füllten immer jede Praline, jede Schokoladenplatte mit der süßen Lemberger Seele. Die Meisterschaft Lwiwer Feinbäcker und das Angebot in Lemberger Pâtisserien haben keinen Vorzug den anderen europäischen Pâtisserien gegeben, manchmal waren sie auch besser.

     

    Die erste Lemberger Konditorei wurde 1803 in einem der schönsten  Häuser auf dem Marktplatz (Nr.29) gegründet und ihr Eigentümer war ein schweizer Feinbäcker Dominik Andreolli. Diese Pâtisserie war so beliebt, dass der Durchgang zwischen Marktplatz und Theatraljna-Platz noch bis heute seinen Namen trägt. Die Pâtisserie von Andreolli existierte bis 80er Jahre des XIX. Jahrhunderts! 

    Noch ein Schweizer, Leopold Rottländer gründete in Lemberg auch eine Konditorei, die etwa vier Jahrzehnte existierte. Sie befand sich damals auf dem Platz, wo seit 1893 das Grand-Hotel steht. Sein Schüler Zalewski hat später seine eigene Pâtisserie in der Akademiestraße eröffnet, an deren Schaufenster sich Science-Fiktion-Autor Stanislaw Lem erinnert: "Übrigens war das mehr eine Bühne, in Metallrahmen gefasst, auf der die Dekorationen mehrmals im Jahr ausgewechselt wurden; sie bildeten den Hintergrund für imposante Standbilder und allegorische Figuren aus Marzipan. Naturalisten großen Formats oder auch Rubens des Zuckerbeckerturms setzten da ihre Visionen in Wirklichkeit um, und insbesondere vor Weihnachten und Osten geschahen hinter den Scheiben verwunschene Wunder in Mandel- und Kakaomasse".
    Später befand sich auf diesem Platz das Hauptladen von der bekanntesten ukrainischen Schokoladenmarke „Switotsch“ (Світоч).
    Noch am Anfang des XX. Jh. hat man das galizische Lemberg dank seiner Fabrik „Switotsch“ als „Konditorei-Hauptstadt Europas“ genannt. Die besten und die feinsten Pralinen in der ganzen USSR hat man in Lwiw bei „Switotsch“ hergestellt, denn sie wurden nach heimlichen Rezepten mit naturgemäßen Zutaten und damaligen modernsten Technologien gemacht. Heute gehört die ukrainische Fabrik „Switotsch“ zum Handelsgesellschaft „NESTLE“.

    Das moderne Lemberg ist stolz auf seine lange Konditorei-Geschichte. Heute finden Sie hier den „Lwiwer Schokoladenwerkstatt“direkt im Herzen der Stadt, wo die immer besten ukrainischen Pralinen handgemacht werden. „Lwiwer Schokoladenwerkstatt“ ist so beliebt geworden, dass man es sogar in vier weiteren ukrainischen Städten eröffnete: in Zhytomyr, Kyjiw, Iwano-Frankiwsk und Uschgorod.
       

    Traditionell wird in Lemberg das „Schokoladenfest“ gefeiert. Im Rahmen dieses Festes haben die Gäste die Möglichkeit vertraut mit der Herstellung der Schokolade werden, die besten Arten der Schokolade genießen, die Kinder können an vielen interessanten Spielen zum Thema „Schokolade“ teilnehmen, es werden zahlreiche Ausstellungen der Schokoladenskulpturen geöffnet, besonders bezaubernd ist das Modell „Marktplatz in Lemberg“ mit echten Schokoladen-Springbrunnen.

  • Lemberg und Bier

    Die legendäre Lwiwer Brauerei ist der älteste Bierproduzent in der Ukraine. Die erste Brauerei auf dem Territorium der Ukraine wurde 1715 gegründet und seit diesem Zeitpunkt beginnt die Geschichte von „Lwiwske“. Dieses Bier braut man nach einem traditionellen Rezept, das fast unverändert seit 300 Jahren geblieben ist.

    Die Geschichte der Bierbrauerei beginnt mit der Erlaubnis des polnischen Grafen Potocki an Mönchen des Jesuiten-Ordens über die Bau der Brauerei im Krakauer Vorstadt Lemberg. Die Mönchen-Brauern ließen die Fabrikmeister anderer Brauereien hinter sich, deswegen zeichnet sich dieses Bier durch hohe Qualität und feinen Geshmack aus. Dank der hervorragenden Herstellungstechnologie der damaligen Zeit konnte man das Bier lange lagern und aufbewahren, was damals eine Seltenheit war. Das Bier gewann eine große Beliebtheit nicht nur unter ukrainischen Konsumenten, sondern auch im ganzen Europa, und die Lwiwer Brauerei wurde schnell zur einer der mächtigsten und besten Brauereien in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Später war das Lwiwer Bier als Bawar, Porter Іmperial und Exportowе in Europa bekannt.

    Seit 1991, mit der Unabhängigkeit der Ukraine, wurde die Lwiwer Brauerei zum Bestandteil einer der größten Unternehmen: Baltic Beverages Hоlding (heute Carlsberg Group).

    Das Bier „Lwiwske“ gehört heute zu den besten Bierproduzenten der Ukraine, es wird weiter nach besonderen alten 300-jährigen traditionellen Rezepten gebraut und ist ein der Stolze des modernen Lembergs.

    In Lemberg haben die Gäste eine schöne Möglichkeit sich näher mit der Geschichte des Bierbrauens vertraut zu machen. Hier existiert ein einzigartiges Bier-Museum, wo alle Besucher eine Reise durch die Zeit machen können und sich dem Geheimnis des Bierbrauens zu nähern. Das Museum wurde 2005 zum 290-jährigen Jubiläum der Bierbrauerei eröffnet und seine Hauptidee ist den Gästen die Traditionen der Herstellung dieses Getränkes zu zeigen und auch noch einmal bestätigen, dass Lemberg eine „Bierhauptstadt“ der Ukraine ist.

    Die Ausstellung bietet eine exklusive Kollektion aus verschiedenen Exponaten, darunter Firmen-Flaschen, alte Krügeln aus vielen europäischen Ländern und auch verschieden stilisiert, Werbungsproduktion wie zahlreiche Plakaten, Bierbraubücher aus dem Ende des XIX. Jh. und auch natürlich Verkostung der Lwiwer Biersorten.

    Das städtische Bierfestival ist schon in Lemberg zur Tradition geworden. Es findet im Sommer statt und die Hauptgedanke bei diesem Festival ist eben den Charme europäischer Bierfeste wie des deutschen Oktoberfestes, des Stuttgarter Bierfestes, des tschechischen Pilsnerfestes, des großen irländischen Bierfestes usw. nach Lwiw bringen. Das Bierfest bietet den Gästen neben der Bierverkostung auch viele Volksspiele mit Volksmusik und Tänze.

    Das Lemberger Bier gehört wirklich zu den bedeutendsten Symbolen der Stadt, eine Biersorte wurde sogar nach dem Namen eines „Batjars“ (ein „Taugenichts“) Zenyk genannt und heute ist das eine der beliebtesten Bierarten unter Lwiwer. Ein Lemberger Schriftsteller, Herausgeber und Musiker Wiktor Morozow hat wahnsinnig viele Lieder und Gedichte zahlreichen typischen „Lwiwer Erscheinungen“ gewidmet, darunter auch dem Bier „Lwiwske“ und dem Zenyk mit seinem Spruch „Wer „Lwiwske“ trinkt, wird 100 Jahre leben!“.

    Die Lwiwer sind stolz auf ihr Bier und genießen dieses wunderbare Getränk jeden Tag in zahlreichen Lokalen, wo man oft auch sein eigenes originales Bier braut. Sie werden angenehm beeindruckt von der Vielfalt und Geschmacksqualität. Durch die bezaubernde Atmosphäre der Stadt und typische Lwiwer Musik wird sich die Bierverkostung in ein besonderes Ritual verwandeln, das heute zum Alltag in Lemberg geworden ist!

  • Lemberger Architektur

    Lwiwer Architekturdenkmäler, der eigenartige Schmuck der Stadt – sind von großer Bedeutung nicht nur für die ukrainische, sondern auch für die Weltkunst. Das ist eine Verflechtung des Kulturerbens von Osten, Westen und ukrainischen Volkskunstkultur. Die Eigenartigkeit der Stadt harmoniert mit der kulturellen Vielfalt der Traditionen, mit dem architektonischen Reichtum an Stilrichtungen verschiedener Epochen vom 13. bis 20. Jh: Renaissance, Romantik, Gotik, Barock, Rokoko, Empire, Klassizismus, Konstruktivismus und Sezession.

    Durch die Altertümlichkeit gewinnt das moderne Lwiw seine Pracht. Neben den alten Gebäuden aus den Zeiten der Kyjiwer Rus (St. Nikolaus Kirche und Johannes-der-Täufer-Kirche) befinden sich sowohl Meisterwerke der Renaissance-Architektur: die Mariä-Entschlafens-Kirche mit der Kornjakt-Turm und architektonische Ensemble des Marktplatzes, als auch gotische Bogen der Lateinischen Kathedrale, reizvolles Barock der St. Georg Kathedrale und das weltbekannte Gebäude des XIX. Jh. – Lwiwer Opernhaus.

    Lemberg ist eine der reichsten Städte der Ukraine an Zahl und Bedeutung der historischen, architektonischen und kulturellen Denkmälern, hier befindet sich die Hälfte aller Sehenswürdigkeiten der Ukraine: die Stadt selbst verfügt über 2000 davon. Am 2. Dezember 1998 wurde die Lwiwer Altstadt in die Liste des Weltkulturerbens UNESCO eingetragen.

    1527 wurde die Stadt durch den Brand fast völlig zerstört, es geling aber den Bürgern Lemberg in einer ziemlich kurzer Zeit wiederaufzubauen. So sind nur einige gotische Architekturdenkmäler bis heute erhalten geblieben: Johannes-der-Täufer-Kirche, Maria-Snizna-Kirche, Lateinische Kathedrale und einzige Fragmente in den Gebäuden auf dem Marktplatz.

     

    Ab der Mitte des 16.Jh. verbreiten sich die Renaissance-Tendenzen. Dazu gehören vor allem die Mariä-Entschlafens-Kirche mit dem Kornjakt-Turm und Kapelle der Drei Heiligen. Die Lemberger Renaissance-Architektur wird auch von Kampian-Kapelle und Boim-Kapelle ergänzt. Der Bernardinnerkloster ist ein Renaissance-Beispiel der 17. Jh.

    Seit 30er Jahren des 17. Jh. und bis zur zweiten Hälfte des 18.Jh. werden die Barock-Formen in der Lwiwer Architektur besonders benutzt. Die erste Baut im Stil des Barocks ist die Jesuiten-Kathedrale (1610-1630). Ein krasses Beispiel des frühen Lwiwer Barocks des 17. Jh. ist die St. Magdalena-Kathedrale, in der sich heute Saal der Orgelmusik befindet.

    Zu den bedeutendsten Architekturdenkmälern des Spätbarocks des 18.Jh. gehören die St. Georg Kathedrale und die Dominikaner Kathedrale, die über besondere Pracht und Majestät verfügen. Diese zwei Meisterwerke symbolisieren den Höhepunkt der Lwiwer Architektur.

    Seit 80er Jahre des 18.Jh. und fast bis zur Hälfte des 19.Jh. entwickelt sich die Lwiwer Architektur in der klassizistischen Strömung. Ein typisches Beispiel für Lwiwer Klassizismus ist Haus Nr. 4 in Krakiwska Str. Später als Fortsetzung des Klassizismus in Lemberg kam Empire. Krasse Beispiele für Empire in der Stadt sind Häuser in Krakiwska Str., Wirmenska Str. und Theatralna Str. (vor allem die Häuser Nr. 21 und 23 in Wirmenska Str. mit Darstellungen der Sternzeichen und Jahreszeiten).

    Schon am Ende der zweiten Hälfte des XIX. Jh. transformiert sich der Klassizismus in den Eklektizismus. Diese Stilrichtung herrschte in Lwiw bis Ende des XIX. Jh. und hat wesentliche Spuren in Architektur der Stadt hinterlassen. Die besten Denkmäler dieses Stils sind die Hauptgebäude der Lwiwer polytechnischen Universität, der Nationalen Iwan Franko Universität und des Lwiwer Opernhauses.

    Architektur des XX. Jh. ist durch zwei Hauptstilrichtungen gekennzeichnet: Moderne und Konstruktivismus. Lemberger Konstruktivismus hat eine Schattierung der Wiener Sezession. Ein Beispiel dafür ist die Lwiwer Philharmonie.

    Lwiwer historisch-architektonische Denkmäler sind einzigartige Meisterwerke in der Architektur der Stadt. Seit jeher wurde in Lemberg die Baukunst hoch geschätzt und heute kann man über eigene Lwiwer Architekturstilmerkmale reden.


  • Gründe um an Lemberg stolz zu sein

    1341 – wurde im Lemberg die älteste Glocke in der Ukraine ausgegossen, die sich in St.Georg Kirche befindet.

    1375 – erwähnt man Lwiweres Spital des Heiligen Geistes", das älteste Spital in der Ukraine in der klassischen Bedeutung dieses Wortes.

    1378-1704 – während 317 Jahren haben die Bewohnern die Stadt von ca. 100 feindlichen Belagerungen aufbewahrt - beispiellos für die meisten mittelalterlichen europäischen Städten.

    1490 – erstmals in der Ukraine wurde im Lemberger Rathaus die Uhr mit melodiösen Schlacht eingebaut.

    16-17 Jahrhunderte – Lemberg wurde die größte Stadt der Ukraine, die Bewohneranzahl ist doppelt so groß als in Kyjiw.

    Zweite Hälfte von 16 Jh. – wurde der älteste Park in der Ukraine gegründet – Jesuiten Park (heute Park namens I.Franko.)

    1555 – Verordnung über Bewahrung und Kultivierung von Kleparower Süß Weichsel  - Unique-Hibride von Süßkirchen und Kirschen.

    1574  - Iwan Fedorow hat im Lemebrg das erste Buch in der Ukraine gedruckt –"Apostel".

    1585 – wurde die Druckerei der Himmelfahrt-Bruderschaft gegründet – die älteste von bis jetzt funktionierenden Verlagen.

    1661 – Gründung der ersten Universität in der Ukraine und in Russland.

    Anfang des 18 Jh. – es wurde im Lemberg das Denkmal dem polnischen Hetman Stanislaw Jablonsky aufgestellt – das erste Denkmal in der Ukraine.

    1715 -  Gründung der ersten Brauerrei in der Ukraine.

    1776 – es wurde das erste in der Ukraine ständig funktionierende Stadttheater gegründet.

    1782  - wurde Getränke-Fabrik von Baczewski gegründet, die am Anfang des 20. Jh den besten Likör in Europa – Likör von Baczewski, hersgestellt hat.

    1811 – wurde im Lemberg zum ersten mal eine Zeitung Gazeta Lwowka veröffentlicht. Das ist die älteste noch bis heute  erscheinende Zeitung der Ukraine.

    1784 - wurde in Lemberg der erste Ballon der Welt mit automatischem Flüssigbrennstoffantrieb zur Erwärmung der Luft im Ballon losgelassen. Das war gerade einmal neun Monate nach dem Flug des Ballons der Brüder Mongolfé mit automatischem Antrieb, dem Stroh als Antriebmittel diente!

    1784 – im Gebäude des Bernardinerklosters wurde Archiv von alten Dokumenten gegründet. Heute ist es Zentrales staatliches historisches Archiv in der Stadt Lwiw – eines der reichsten Archiven in ganz Europa.

    1785  - es wurde im Lemberg das älteste Hotel in der Ukraine gegründet – "Unter dem römischen Cesar".

    1786 – wurde im Lemberg die älteste musikalische Akademie in der Ukraine gegründet.

    1786 – wurde Lytschakiwskyj Friedhof (Lützenhofer Friedhof), einer der schönsten in Europa, gegründet.

    1835 – startete die erste in der Ukraine regelmäßige öffentliche Transportroute – Pferdekutschen mit mehreren Plätzen zwischen Stadtmitte Lembergs und Wynnyky.

    1835-1900 Lemberg veränderte stark seine landschaftliche Aussicht, was ihm zur einzigartigen Stadt in Europa machte. Es wurde Knyazha Gora (Fürstenberg) oder kahle Berg (mons calvus) geschnitten, einen künstlichen Hügel (Kopiec Unji Lubelskiej) zu einer Höhe von 413 m über dem Meeresspiegel Ebene errichtet und den Fluß Poltva unter dem Boden geschlossen; so hat die Stadt eine der herausragenden Kanalisation in Europa erhalten.

    1836 – es wurde im Lemberg Leopold Sacher-Masoch geboren, einer der berühmtesten Schriftsteller Europas und der Welt. Die Verbreitung seiner Werke in Europa bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war  um ein Vielfaches höher als die Auflagen von Shewchenko, Puschkin, Mickiewicz,Dostojewski und Tolstoi zusammen.

    August 1840 — erste in der Ukraine und der ehemaligen UdSSR feministische Demonstration im Zentrum der Stadt, einer von ihnen hat eine Zigarette geraucht.

    1842 – wurde Bau vom Skarbyk Theater abgeschlossen (jetzt namens M.Zankowetska) - derzeit das drittgrößte in Europa (1460 Plätze) nach La Scala und Dresdener Hoftheater.

    1853 – im Lemberg in der Apotheke "Unter der goldenenen Sterne" wurde von Apotheker Johann Zeh und Ignacy Lukasewicz erste in der Welt Kerosin (Öl-) Lampe erfunden.

    1858 – wurde im Lemberg die erste Gas-Straßenbeleuchtung in der Ukraine eingeleitet.

    1861 – wurde die erste in der Ukraine Eisenbahn Lemberg-Przemysl gebaut.

    1862 - wurde Lwiwere Polytechnische Gesellschaft gegründet — eines der ersten Luftfahrt-Unternehmen der Welt.

    1864 - Lwiw gründete das erste professionelle ukrainische Theater.

    1866 – wurde im Lemberg die erste Sport-Gesellschaft "Sokil" gegründet.

    1873 – Gründung eines der ältesten in Europa naturwissenschaflichen Museums in Lemberg .

    1874 – in Lemberg wurde die erste ukrainische Mittelschule (Gymnasium) gegründet.

    1874 – Gründung des städtischen Industriemuseums (jetzt Museum Ethnographie und Kunsthandwerk), eines der größten spezialisierten ethnographischen Museen in Europa, die reichste Schatzkammer der dekorativen Kunst und Kunsthandwerk der Ukraine.Hat die größte und wertvollste Sammlung von Uhren in der Ukraine.

    1879 – gegründet Park von Kilinski (jetzt Stryj Park). Am Anfang des 20. Jh. gilt er als einer der schönsten Parken in Europa.

    1882-1883 - Gründung der ersten in der Ukaine Instituts für Geographie.

    1883 – in Lemberg wurde zum ersten mal in der Ukraine Telefon-Verbindung ins Leben gerufen.

    1884 – in Lemberg wurde die "Aeronautische Aktiengesellschaft" gegründet. Die veröffentlichte eine der ersten in der Welt spezialisierte Zeitung "Aeronaut" in deutscher und polnischer Sprache.

    1894 – in Lemberg wurde die erste in der Ukraine und eine der ersten in Europa elektrische Straßenbahn in Betrieb genommen.

    Juli 1894 – ist erstes in der ukrainischen Geschichte Fussballspiel zwischen den Mannschaften Lembergs und Krakau in Lemberg stattgefunden.

    1897 – mit Sitz in Lemberg Galerie für europäischen Kunst (heutzutage Lwiwer Galerie für Kunst)  - das größte Kunstmuseum in der Ukraine, das über 50 Tausend Kunstwerke verfügt.

    Ende des 19. Jh. wurde in Lwiw erstmals in der Ukraine für die Straßenbeleuchtung die Leuchtstofflampe verwendet.

    Anfang des 20. Jh. war Lemberg die einzige Stadt in der Welt, wo sich die Residenzen von drei katholischen Erzbischofe befanden – von römisch-katholischen, grischisch-katholischen und armenisch-katholischen.

    1900  - wurde von dem Architekten Zygmunt Gorgolewski entworfenes Opernhaus in Lemberg gebaut. Eines der schönsten in Europa.

    1905 – Gründung in Lemberg des ersten ukrainischen Nationalmuseums.

    1905 – wurde die erste ukrainische Kunstausstellung in Lemberg stattgefunden.

    20. u. 30. Jahre des 20. Jahrhunderts – eine der grünsten Stadten in Europa durch die Anzahl der Parks und Gärten auf einem Quadratkilometer Fläche.

    1928 -  Professor der Universität Lemberg Rudolf Weigl hat den Impfstoff gegen Typhus erfunden.

    1929 – es wurde in Lemberg die erste in der Ukraine Eishockey-Mannschaft organisiert, deren Torhüter als einer der ersten in der Welt die Schutzmaske verwendet hat, wobei er dafür den polnischen Soldatenhelm benutzt hatte.

    1932 - in Tschechien hergestellt und in der Mariä-Magdalena-Kirche die größte in der Ukraine Orgel installiert.

    Mai 1952 - Lemberg Bus Werk begann die Produktion der ersten Busse in der Ukraine.

    60.-70. Jahren des 20. Jh.  – es wurden in Lemberg das beste Bier, die besten Süssigkeiten "Switotsch", Busse und TV-Geräte in USSR hergestellt.

    1971 – es wurde in Lemberg Skansen „Schewchenkos Hain“ gegründet, wo sich 6 Holzkirchen befinden. So viel Sakralbauten gibt es in keinem Museum der Welt!

    1975 – erste architektonische Reserve in der Ukraine, die in sich das gesamte Gebiet der mittelalterlichen Kern der Stadt vereint.

    1981 – im Gebäude des Arsenals wurde das erste in der Ukraine und der ehemaligen UdSSR Waffenmuseum eingerichtet.

    60.-80. Jahren des 20. Jh. - Lwiw Region mit einer Bevölkerung von 0,8% der Gesamtbevölkerung der UdSSR hatte mehr als 10% aller bestehenden Kultstätten, so die religiöste Region des Reiches.

    1991- 2001 – in Lemberg und im Lwiwer Gebiet wurde die größte Anzahl der Kirchen in der Ukraine gebaut - 280.

    14-15 Mai 1999 Lwiw war die einzige Stadt in der Geschichte der Ukraine, die einst 9 Staatschefs während des Gipfels des Mittel- und Osteuropa empfangen hat.