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Tscherniwtzi (Czernowitz)

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Czernowitz gilt als eine der schönsten Städte der Ukraine. Sie liegt überwiegend am rechten Ufer des Prut und ist das politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche, kulturelle,  und administrative Zentrum der Bukowina im grünen Karpatenvorland. Das Territorium der Stadt beträgt heutzutage 153 Quadratkilometer, die Einwohnerschaft – über 240 Tausend Menschen. Czernowitz wird schon seit langem als einer der schönsten ukrainischen und osteuropäischen Städte dank seiner Geschichte, natürlichen Schönheit, wunderbaren Architektur und großzügiger Seele seiner Bewohner gehandelt. Der altertümliche Anfang und die historische Stadtentwicklung geben der Stadt ihren liebevollen Charme und gewinnen die Zuneigung der Menschen, die sich für Bukowina interessieren.  

Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem 15.  Jahrhundert und wurde in einem Handelsbrief zwischen dem moldauischen Fürsten Alexandru cel Bun und Kaufleuten aus Lemberg fixiert. Zu dieser Zeit gehörte die Stadt und die Umgebung zum Fürstentum Moldau. Das Territorium von Czernowitz gehörte während ihres mehr als 600-jähriges Bestehens zu verschiedenen Staaten - Kiewer Rus’, Fürstentum Moldau, Österreich-Ungarische Monarchie, Polen, Rumänien und Sowjetunion. Erst seit 1941 gehörte die Stadt der Ukraine. Jede Epoche prägte die Stadt auf ihre besondere Weise.

Gerade mit Ankunft der Österreicher begann die aktive Entwicklung des kulturellen Lebens der Stadt. 1875 wurde von Kaiser Franz Joseph I. die Universität mit deutscher Unterrichtssprache gegründet. Schon 1893 besaß sie eine Bibliothek mit 50.000 Bänden, einen botanischen Garten, ein chemisches Labor und ein naturhistorisches Museum. Studiert wurde an der Universität Theologie, Rechts- und Staatswissenschaft und Philosophie.In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war in Czernowitz der Zeitungsverlag weit entwickelt. 1848 bis 1940 wurden über 370 verschiedene Zeitungen verlegt, darunter 200 deutsche, 68 ukrainische, 50 rumänische, 28 polnische und 24 jüdische - was im Verhältnis zu anderen europäischen Städten dieser Zeit sehr bemerkenswert war. Die Stadt machte auch Fortschritte auf dem Gebiet der Technik. 1897 ein halbes Jahr früher als in Wien wurde die elektrische Straßenbahn eingeführt.

Die Architektur dieser stark historisch geprägten Stadt wurde bis zum heutigen Tag bewahrt und verprüht eine Eleganz die Gäste aus der ganzen Welt anzieht. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Czernowitz ist die ehemalige griechisch-orientalische erzbischöfliche Residenz, ein imposanter Ziegelbau auf dem „Bischofsberg“, in dem seit sowjetischer Zeit die Universität untergebracht ist. Seit Juni 2011 gehört die Residenz der Metropoliten der Bukowina und Dalmatien zur UNESCO-Liste.

   

Des Weiteren hinterlassen der Kuppelbau der vollendeten griechisch-orthodoxen Kathedrale am Franz-Josephs-Platz und das Opernhaus einen unvergesslichen Eindruck.

Der bedeutendste Platz der Stadt ist der Austria-Platz mit dem Austria-Monument, einer Marmorfigur der Austria auf einem ausgestatteten Sockel mit Bronzereliefs und Inschriften.

IIm Jahr 1904 wurde mit dem Bau des neuen Czernowitzer deutschen Stadttheaters begonnen. Früher stand vor dem Theater ein Denkmal von Friedrich Schiller. Seit 1940 gibt es das Ukrainische musikalisch-dramatische Olga-Kobylanska-Theater. Das Theater liegt am ehemaligen „Elisabeth-Platz“, der heute „Theaterplatz“ genannt wird. Ein fast baugleicher Zwilling des Theaters steht in Fürth in Bayern.

   

Die weltbekannten Komponisten Carl Mikuli, Emil Paur, Eusebius Mandyczewski, Ludwig Rottenberg, die einen unbeschreiblichen Beitrag für die Entwicklung der Musik geleistet haben stammen aus dieser musikalischen Stadt. Das Juwel Czernowitz in der Westukraine wird auch mit solchen Namen wie Paul Celan, Karl Emil Franzos und auch mit vielen anderen prominenten Personen nicht nur im Bereich der Literatur verbunden.

Die Stadt gemeinsam mit ihren Einwohnern  konnte im Laufe von vielen Jahrhunderten das eigene Kolorit und Identität bewahren. Jeden Tag um 12 Uhr können die Einwohner und die Gäste der Stadt die wunderschöne Melodie des ukrainischen Lieds „Maritschka“ vom Balkon des städtischen Rathausturmes genießen.

Der österreichische Publizist Georg Heinzen schrieb einmal von Czernowitz: es war eine Stadt war, wo der Sonntag mit Schubert begann und mit dem Duell endete. Die Stadt, wo es mehr Buchhandlungen gab, als Kaffeehäuser. Diese Stadt befindet sich in der Mitte zwischen Kiew und Bukarest, zwischen Krakau und Odessa. Es ist heimliche Hauptstadt Europas, wo man den besten Koloratursopran sang. Czernowitz - es war ein Schiff der Genüsse mit der ukrainischen Mannschaft, deutschen Offizieren und jüdischen Passagieren an Bord, das unter österreichischer Flagge stets einen Kurs zwischen Ost und West hielt.